November 22, 2013

WELCOME TO JUMPGATE EVOLUTION

by JollyJumper
Categories: Sprung nach Vorn
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Ein großes Hallo meinen Lesern!

Mein Blog hat kein festes Thema, vielmehr werde ich – getreu der alten Blog-Idee eines Onlinetagebuchs – immer mal wieder über Interessantes und Kurioses aus meinem Alltag berichten. Und auch wenn sich das seltsam anhören mag: Ich erlebe ziemlich viel, jeden Tag und oft genug auch so manche Nacht. Beruflich bin ich nämlich in einer Nische tätig, einem Bereich, den es nur noch selten gibt und der doch für so manches Unternehmen und für jede Behörde sowieso ziemlich wichtig ist: Ich arbeite als Pförtner in einem Gesundheitsministerium eines Bundeslandes. Nun, das ist auf den ersten Blick vielleicht langweilig, im Alltag jedoch eine ungemein spannende Sache. Ich sehe tagtäglich Minister, Staatssekretäre, bekannte Führungsleute aus Politik und Wirtschaft und wenn wir dann mal so ein Ereignis wie die Schweinegrippe haben, ist hier echt was los. Pförtner sein heisst heute auch nicht mehr, die Schranke zu heben und zu senken und ansonsten Kaffee zu trinken! Auf Arbeit bin ich sehr viel in Bewegung, ich muss das Gelände und den Eingangsbereich beobachten, mich mit Wachdienst, Polizei und Angestellten genau absprechen und habe eine ganze Menge an Befugnissen. Zudem sind mir auch noch die Gaben der Beobachtung und der Reflexion gegeben und so hab ich mich entschlossen, ein bisschen über meine Arbeit und über meinen Alltag zu berichten. Niemand braucht Angst zu haben, ich schreibe gewiss nicht über die Anzahl der Mitarbeiter, die morgens zum Dienst erscheint oder über den neuen Anstrich der Nebengebäude. Hin und wieder, das bringt meine Position so mit sich, komme ich nämlich auch ins Gespräch und erfahre eine ganze Reihe von Sachen aus dem Inneren dieses Unternehmens. Sicher, das werde ich auch nicht ausbreiten (dürfen), zur Reflexion aber langt es allemal!

So ist es beispielsweise seltsam, dass sich einige Leute noch nie mit einer Patientenverfügung beschäftigt haben. Immer wieder erzählen mir Besucher, wenn sie denn Zeit für eine Zigarette oder einen Kaffee (den hab ich immer vorrätig) haben, welche Sorgen sich unsere Politiker wegen dieser Verfügungen machen. Da wie jeder weiß unsere Gesellschaft rasant altert, wird es für viele Leute immer wichtiger zu wissen, wie mit ihnen im Falle der Unzurechnungsfähigkeit zu verfahren ist. Wer ins Koma fällt und dort verbleibt, für immer vielleicht, dessen Leben ist scheinbar zu Ende. Wie damit umgehen? Ewig an (teuren) Apparaturen hängen und doch nie wieder aufwachen?

Und was ist mit der Organspende? Der erst kürzlich bekannt gewordene Skandal um das Geschacher mit Organen war auch bei uns im Haus ein großes Thema und es stellt sich die Frage, wie sich das Problem überhaupt lösen lässt! Ich bin zwar nur ein Pförtner und ich treffe keine Entscheidungen, aber ich bewege mich in einem diesbezüglich sehr aktiven Umfeld. Grund genug also, auch darüber zu berichten und mal ein bißchen den Fokus auf die Gesundheitspolitik unseres Landes zu richten.

Und auch der Name meines Blogs soll dafür Programm sein: Denn eine Evolution muss immer durch ein Tor gehen oder besser springen, um dauerhaft wirksam zu sein! An diesem Tor jedoch, zumindest was die Entwicklung der Gesundheitspolitik angeht, sitze ich, der Pförtner, und ich beobachte die Sprünge meiner Mitmenschen ganz genau.


September 23, 2016

Was bedeutet barrierefreies Wohnen?

by JollyJumper
Categories: Wohnen
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Barrierefreies Wohnen ist wichtig für ältere Menschen und Menschen mit einer Gehbehinderung. Es sollte ausreichend Platz zur Verfügung stehen, um die Alltagstätigkeiten in den eigenen vier Wänden bewältigen zu können. Alles muss gut erreichbar sein, wird immer wieder empfohlen. Aber was bedeutet das barrierefreie Wohnen denn nun in der Praxis? Was muss ich denn genau umgestalten, damit ältere Menschen barrierefrei wohnen? In erster Linie sollten alle Räume, wie die Terrasse oder der Balkon, sehr leicht erreichbar und begehbar sein. Alle Räume müssen nutzbar und gut zugänglich sein. Weiterhin sollten die Alltagsgegenstände immer griffbereit sein.

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Notwendige Umgestaltungen für ein barrierefreies Wohnen

Hierbei stelle ich mir immer wieder die Frage, wozu denn eine Umgestaltung vorgenommen werden sollte? Immerhin konnten sich die Menschen auch zuvor teilweise jahrzehntelang in ihrer Wohnung oder in ihrem Haus bewegen. Allerdings hilft die Barrierefreiheit gerade älteren Menschen in der Bewältigung des Alltags, damit sie möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können und sich in ihrer gewohnten Umgebung heimisch fühlen können, weil sie oftmals auf Hilfsmittel, wie beispielsweise einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe, angewiesen sind.

Selbständigkeit auch im Alter ist hierfür das Schlüsselwort für ein langes Verbleiben in den eigenen vier Wänden. Nur wenn sich die ältere Generation in der Wohnung oder im Haus mit Gehhilfe oder Rollator frei bewegen kann und alle Alltagstätigkeiten ungehindert ausgeübt werden können, ist ein selbständiges Leben in den eigenen vier Wänden möglich.

Konkrete Umgestaltungstipps für eine gute Barrierefreiheit

Sicherlich leuchtet es mir ein, dass dazu Räume nicht allzu vollgestellt sein dürfen. Ein Lift ist übrigens auch essentiell, um die entsprechende Etage des Hauses erreichen zu können. Auch sollten Rampen für kleine Stufen vorhanden sein.

Im Badezimmer sollten beispielsweise ebenerdige Duschkabinen vorhanden sein, damit ein ungehinderter Zugang möglich ist und die Selbständigkeit in der täglichen Hygiene sichergestellt ist. Welche Veränderungen kann ich noch vornehmen, damit das Badezimmer barrierefrei gestaltet ist? Hierbei habe ich erfahren, dass immer beachtet werden sollte, dass ältere Menschen eine Hilfe beim Setzen und Aufstehen benötigen. Und wie bewerkstellige ich dies, wenn ich nicht immer persönlich behilflich sein kann? Spezielle Haltegriffe an der Toilette bieten hierbei eine sehr wichtige Unterstützung. Auch sollte im Zimmer genug Platz für das Abstellen des Rollators oder des Rollstuhls sein. Handtuchhalter, Spiegel und Waschbecken sollten auch im Sitzen gut erreichbar sein.

Küchenumgestaltungen im Rahmen einer barrierefreien Wohnung

Ist in der Küche ist barrierefreies Wohnen möglich? – werden Sie sich fragen. Selbstverständlich kann ich auch eine Küche barrierefrei gestalten. Hierzu sollten sämtliche Küchengeräte leicht erreichbar und vor allem auch einfach bedienbar sein. Auf hohe Küchenoberschränke sollten Sie verzichten. Diese können ohnehin nicht ohne Leiter oder Hocker erreicht werden. Auch verfügen viele Schränke über eine gewisse Tiefe, die nicht mehr leicht für ältere Menschen erreichbar ist. Diese Schränke sind im Alter vollkommen nutzlos. Schränke, die nur mit einer Leiter oder einem Hocker erreichbar sind, erfüllen keinen barrierefreien Zweck. Da werden Sie mir sicherlich zustimmen. Aus diesem Grund kann ich nur ausziehbare Schränke im Unterschrankblock empfehlen. Derartige Schränke erleichtern den Griff nach den notwendigen Utensilien.

Sonstige Möglichkeiten für ein barrierefreies Wohnen

Ob es noch weitere Möglichkeiten gibt, Barrieren in den eigenen vier Wänden zu entfernen, fragen Sie sich gerade? Hierbei fallen mir in erster Linie lästige Kabel ein, die immer auch eine Stolpermöglichkeit und schwierige Überwindbarkeit bringen können. Soweit möglich sollten Geräte kabellos gewählt werden. Dies erleichtert auch die Handhabung. Kabel, die notwendig sind, sollten besser in einem Kabelschacht untergebracht werden. Schnurlose Telefone sind auch sehr wichtig, um ein barrierefreies Wohnen zu ermöglichen.


September 22, 2016

Wie wird die 24h Pflege organisiert und welche Vorteile gibt es?

by JollyJumper
Categories: Pflege, Wohnen
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Alte Bäume soll man nicht umpflanzen. Kennen Sie den Spruch? Er ist alt und modern zugleich. Der große Vorteil einer 24 Stunden Pflege und Betreuung liegt darin, dass die Menschen in ihrer gewohnten, häuslichen Umgebung verbleiben können. Alle Pflegeleistungen werden in den eigenen vier Wänden erbracht. Rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche werden alle erforderlichen Leistungen erbracht.

Die Patienten fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung sehr gut aufgehoben und sicher. Sie möchten sich in hohem Alter nicht mehr an Neues gewöhnen müssen. Alte Menschen haben mit sich zu tun. Eine neue Umgebung verunsichert. Als Alternative zur Heimunterbringung ist die 24 Stunden Pflege daher eine sehr gute Variante der Pflege. Die Patienten werden unterhalten und bleiben aktiv. Sie vereinsamen nicht und werden beschäftigt. Zudem ist immer jemand anwesend, wenn Hilfe erforderlich ist. Die Entlastung im Haushalt und im Alltag ist immens und eine sehr gute Unterstützungsleistung für den Patienten. Besser geht es nicht.

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Welche Leistungen beinhaltet eine 24 Stunden Pflege?

Was macht denn die Pflegekraft dann den ganzen Tag und wo wohnt sie? Damit eine Pflegeleistung rund um die Uhr erbracht werden kann, muss die Pflegekraft beim Patienten wohnen. Hierzu muss ausreichender Wohnraum zur Verfügung stehen. Anders ist keine Rundumbetreuung möglich. Dabei bezieht sich die Pflege auf die Grundpflege des Patienten. Nebenher muss der Haushalt der pflegebedürftigen Person von der Pflegekraft geführt werden. Darüber hinaus ist die Begleitung des Pflegebedürftigen bei allen Alltagsbewältigungen erforderlich. Vollkommen individuell geht die Pflegekraft auf die persönlichen Bedürfnisse des Patienten ein. Eine 24 Stunden Pflege bietet eine hohe Entlastung für die Angehörigen des Patienten. Die professionellen Pflegeleistungen der Pflegekraft sind hierbei essentiell. Alle Alltagsgeschäfte, wie Einkaufshilfe, Arztbesuche und weitere Erfordernisse, werden ebenfalls von der Pflegekraft begleitet.

Was beinhaltet die Grundpflege bei der 24 Stunden Pflege?

Hinsichtlich der Grundpflege hilft die Pflegekraft bei der täglichen Körperpflege. Dies schließt Toilettengänge, An- und Ausziehleistungen mit ein. Weiterhin beinhaltet die Grundpflege die Zubereitung der regelmäßigen Speisen und deren Darreichung. Examinierte Pflegekräfte messen Blutdruck und verabreichen Medikamente.
Und wie wird der Haushalt geführt, wenn die Pflegebedürftigkeit bereits fortgeschritten ist? Eine Pflegekraft führt den Haushalt in diesen Fällen. Dies beinhaltet den Einkauf, die Reinigungsarbeiten und die Wäsche. Darüber hinaus beschäftigen sie die Patienten durch Unterhaltung. Hierzu gehören auch Spaziergänge oder Ausflüge. Bei allen Tätigkeiten werden die Patienten soweit wie möglich in die Abläufe einbezogen. Gesellschaftsspiele und weitere Unternehmungen werden gemeinsam unternommen.

Was kostet eine 24 Stunden Pflege?

Hinsichtlich der Kosten wägen Sie jetzt sicherlich ab, ob sich ein derartiges Modell im Vergleich zu einer Heimunterbringung überhaupt lohnt. Sicherlich ist eine 24 Stunden Pflege mit einem erheblichen Kostenbeitrag verbunden. Eine professionelle Pflegeeinrichtung ist allerdings ebenfalls nicht kostenlos, wie ich weiß. Darüber hinaus ist die Individualität einer Heimunterbringung nicht in dem Maße gewährleistet, wie bei einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung in den eigenen vier Wänden, bei der die Pflegekraft permanent anwesend ist. Es ist eine Geschmacksfrage und hängt selbstverständlich auch von der Persönlichkeit der Pflegeperson ab.

Soviel Einsatz und Standby der Pflegekraft muss allerdings auch honoriert werden. Die Kosten einer Standardbetreuung liegen bei monatlich etwa 2000 Euro bis 3000 Euro. Ist eine besondere Qualifikation der Pflegekraft erforderlich, erhöhen sich die Kosten. Zusätzlich sollte beachtet werden, ob auch eine nächtliche Betreuung erforderlich ist. Die Verabreichung von Medikamenten ist oftmals auch über den Hausarzt sichergestellt.
Etwaige Unterstützungen seitens des örtlichen Pflegedienstes sind von der Leistung abzuziehen. Des Weiteren sind die Leistungsfähigkeit der Angehörigen in die Pflegearbeit und die Finanzierungsmöglichkeiten der Pflegekassen in die Berechnungen miteinzubeziehen. Je nach Pflegestufe und Erfordernis werden zur häuslichen Pflege Zuschüsse gezahlt, die die tatsächlichen Kosten senken. Alle Pflegekosten können von der Steuer abgesetzt werden. Ich weiß, im Fall der Fälle muss viel gerechnet und abgewogen werden. Allerdings lohnt es sich, um die optimale Leistung für die Pflegeperson sicherstellen zu können.


September 16, 2016

Wieso ein Hausnotruf trotz einer Rund-um-die-Uhr-Pflege sinnvoll ist?

by JollyJumper
Categories: Pflege, Wohnen
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Ein Hausnotruf trotz 24-Stunden-Betreuung hört sich doppelt gemoppelt und überflüssig an. Ist es aber nicht, wie neueste Studien belegen. Die demografische Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass die Zahl der Pflegepatienten stark zunimmt. Die Forschung in der Medizin lässt die Menschen älter werden. Ein Hausnotruf ist immer sinnvoll und angebracht. Ich denke, dies gilt umso mehr, je älter und weniger mobil die Menschen sind. Auch eine 24-Stunden-Betreuung kann bisweilen in wichtigen Minuten anderweitig beschäftigt sein.

Ich stelle mir vor, dass der Patient gerade Hilfe benötigt, wenn sich die Pflegekraft beim Einkauf befindet oder einen Behördentermin wahrnimmt. Das sind alles Tätigkeiten, die erledigt werden müssen. Hier steht man dann vor der Wahl, ob man eine zweite Kraft zur Beaufsichtigung bestellt oder auf einen Hausnotruf zurückgreift. In derartigen Situationen ist ein leicht installierbarer Hausnotruf sehr wichtig und sinnvoll. Ohne Hausnotruf ist der Bedürftige sich selbst überlassen, was unabwägbare Folgen haben kann.

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Wie funktioniert dieser Hausnotruf?

Als doppelte oder unnötige Investition würde ich einen Hausnotruf nicht bezeichnen. Immerhin kann er in schwierigen Situationen, in denen sich der Patient nicht anders bemerkbar machen kann, Leben retten. Ein Hausnotruf verfügt bisweilen über einen Handsender, der immer in der Nähe des Patienten ist. Er kann beispielsweise am Handgelenk befestigt sein. Am Sender befindet sich ein sogenannter Notknopf. Wird dieser betätigt, wird der Notalarm in der Schaltzentrale ausgelöst. Über die Freisprechanlage der Basisstation des Hausnotrufsystems kann der Patient mit der Notrufzentrale sprechen. Einfacher und unkomplizierter ist die Handhabung nicht zu bewerkstelligen. Ist dies trotzdem in der Notsituation nicht möglich, weil der Patient beispielsweise ohnmächtig geworden ist und sich nicht artikulieren kann, wird seitens der Notrufzentrale sofort ein Rettungswagen auf den Weg geschickt. Einige Sender verfügen zusätzlich über einen Sturzmelder, der selbständig über Stürze informiert und sofort ohne Rücksprache Hilfe entsendet.

Technisch ist die Basisstation des Hausnotrufsystems mit dem Internet, dem Telefonnetz oder mit dem Handynetz verbunden. Vollautomatisch wird die Notrufzentralnummer vom Gerät angewählt. In Ergänzung zur 24-Stunden-Pflege ist diese Form der Unterstützung sehr sinnvoll und meiner Meinung nach anzuraten. Immerhin kann es trotz aller Organisation und aller Möglichkeiten zu einer gefährlichen Situation für den Patienten kommen, in der er sich nicht selbst helfen kann. Da sollte eine weitere, technische Unterstützung eine leicht zu bewerkstelligende Angelegenheit sein.


September 14, 2016

Wieso Mobilität und Bewegung im Alter wichtig sind

by JollyJumper
Categories: Sport
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Mobilität und Bewegung sind im Alter genauso wichtig, wie in jungen Jahren, wird immer wieder gesagt. Wieso eigentlich? Viele denken, wenn sie erst einmal in Rente sind, dann können sie alles gemächlich angehen und müssen sich den Stress der aktiven Mobilität und Flexibilität nicht mehr antun. Gerade im Alter ist allerdings ein Mangel an Bewegung einer der häufigsten Gründe für Krankheiten. Ich konnte erfahren, dass namhafte Studien dies eindeutig belegen. Ist Bewegung also wirklich die beste Medizin? Allerdings kann ich da nur sagen. Mit nachlassender Kraft im Alter werden alle Aufgaben, die der Alltag stellt, wie Einkaufen, Putzen oder Gartenarbeit immer anstrengender. Werden die Muskeln im hohen Alter nicht regelmäßig trainiert, nimmt die Muskelkraft noch mehr ab, bis keine normalen Alltagstätigkeiten mehr möglich sind.

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Muss Sport im Alter sein?

Mit der Trägheit schwindet auch die Standfestigkeit und alle Tempi verlangsamen sich bis hin zum Gang. Dies konnte ich immer wieder beobachten. Letztlich fällt das Aufstehen vom Stuhl oder Sessel immer schwerer. Wie ich weiß, ist dies eine Folge der fehlenden Bewegung. Ein Mangel an Bewegung fördert Einbußen in der Qualität des Lebens. Darüber hinaus kann es zu fatalen Stürzen kommen, die im Alter nur schwer bis gar nicht mehr abheilen. Sie fragen sich sicherlich, ob Senioren nun Sport machen sollen. Wissenschaftlich anerkannt ist die Meinung, dass präventive Muskeltrainings überaus wichtig sind, um tatsächlich im Alter fit zu bleiben. Die Muskeln sind im Alter trainierbar. Darüber hinaus wird das Herzkreislaufsystem durch die Bewegung gestärkt.

Bewegung statt teurer Medizin

Bewegung fördert die Gesunderhaltung im Alter, wie man heute weiß. Vielen Krankheiten wird präventiv vorgebeugt und Medikamente werden aufgrund von Mangelbewegung mit den Begleiterscheinungen überflüssig. Die Bewegung steigert die Herzkreislauftätigkeit und verbessert die Kondition und die Koordination nachhaltig. Immer wieder konnte ich beobachten, wie die Bewegung auch die kognitiven Fähigkeiten im Alter fit hält.

Der Wohlfühleffekt durch Bewegung im Alter bewirkt eine geistige und körperliche Fitness. Aufgrund der Bewegung wird allerdings vor allem die Körperkraft gestärkt, Atemnot entsteht nicht und Schwindelanfälle bleiben aus. Das Muskeltraining durch Bewegung stärkt den gesamten Körper, sodass das Verletzungsrisiko aufgrund von Stürzen rapide abnimmt. Gängige Krankheiten und das Risiko daran zu erkranken, wird stark durch die Bewegung und die Aktivität gemindert. Klassische Krankheiten wie Osteoporose, Allergien, Bluthochdruck, Diabetes und Herzkrankheiten treten laut Statistik seltener auf.

Selbständigkeit im Alter: Wie geht das?

Was müssen ältere Menschen beachten, damit sie ihre Selbständigkeit auch im Alter fortsetzen können? Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Die Anforderungen scheinen ja auch vor dem Alter keinen Halt zu machen. Hierzu ist einer der Grundfaktoren, dass alle Funktionen, die für die Alltagsbewältigung erforderlich sind, auch weiterhin kontinuierlich trainiert werden, damit sie sich nicht abbauen. Nur Fähigkeiten, die immer trainiert werden, bleiben bis in das sehr hohe Alter erhalten. Dies ist wohl die berüchtigte menschliche Eigenschaft. Geistige Beschäftigung, Gleichgewicht, Muskeltraining, Kondition und Lauffähigkeit sollten immer regelmäßig im Training gehalten werden.

Was ist die wichtigste Beschäftigung im Alter?

Und welche Funktion ist hierbei die wichtigste, um seine Selbständigkeit im Alter zu bewahren, werden Sie sich jetzt fragen. Die Muskelkraft ist eindeutig die Grundvoraussetzung, um seine Selbständigkeit im Alter fortsetzen zu können. Mit einer positiven Muskelbetätigung erhalten Sie sich die Leistungsfähigkeit. Immerhin ist eine ausreichende Kraft schon für sich allein genommen erforderlich, um sich selbständig aufsetzen zu können. Ohne die Fähigkeit Gewichte heben zu können, ist ein selbständiger Einkauf nicht mehr möglich. Dabei ist die gleichzeitige Unterstützung durch ein spezielles Gleichgewichtstraining sehr wichtig.

Training trotz bekanntem Abbau im Alter, den man nicht verhindern kann, soll helfen? Ja, es hilft. Ich konnte es auch nicht glauben. Aber wissenschaftliche Studien haben es herausgefunden. Ein gezieltes Training hilft, um sich die Selbständigkeit im Alter zu erhalten. Der Abbau der Elastizität von Muskeln, Bändern, Sehnen und Knorpel lässt sich durch gezielte Übungen erheblich verlangsamen.


September 13, 2016

Wofür ist ein Pflegetagebuch wichtig?

by JollyJumper
Categories: Pflege
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Ich konnte es auch nicht glauben, allerdings haben sich Pflegetagebücher für die Erteilung oder Ablehnung einer Pflegstufe im Antragsverfahren bei der Krankenkasse überaus bewährt. Bei der Beantragung der Pflegestufe entsendet die Krankenkasse einen Gutachter, der sich die Pflegesituation vor Ort, im eigenen Zuhause, für einen kurzen Zeitabschnitt anschaut und ein objektives Gutachten erstellt.

Beurteilt wird nur, was der Gutachter zu diesem Besuchstermin wahrnimmt. Nicht berücksichtigt wird beispielsweise die Tagesform des Patienten. Diese kann sehr unterschiedlich sein, weshalb ein Pflegetagebuch einen objektiveren Blick auf die tatsächlich anfallenden Pflegearbeiten ermöglicht.

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Ein Pflegetagebuch für eine objektive Beurteilung

Ein Pflegetagebuch ist eine wichtige Dokumentation und bietet eine objektive Übersicht über die tatsächlich aufgewendete Zeit für die Pflege. Ich denke, dass man sich hierbei bisweilen sehr wundern wird, was alles für die Pflege des Patienten erforderlich ist und wieviel Zeit hierfür tatsächlich aufgewendet werden musste. Ein Pflegetagebuch hilft bei der Einstufung, wenn eine Pflegestufe beantragt wird. Sicherlich gebe ich zu, dass es bisweilen sehr aufwändig ist, ein spezielles Pflegetagebuch zu führen. Allerdings zeigt sich erst hieran, was in welchem Zeitrahmen tatsächlich für die Pflege der Person benötigt wird. Ein auf die Minute erfasster Pflegeplan bietet eine sehr gute Grundlage, um für die Einstufung in eine Pflegestufe ein sehr überzeugendes Argumentationspapier zu haben.

Was ist denn ein Pflegetagebuch?

In einem Pflegetagebuch erfasse sich alle Zeiten, in denen die Pflege der Person tatsächlich erforderlich war. Damit eine Einstufung in die richtige Pflegestufe erfolgen kann, muss die tägliche Mindestpflegezeit angegeben werden. Jede einzelne Pflegestufe sieht für die tägliche Pflege eine Mindestpflegezeit vor. Um diese genauestens dokumentieren zu können, ist die minutiöse Erfassung über einen bestimmten Zeitraum unverzichtbar. Ich kann eine exakte Erfassung nur anraten, damit auch die wirkliche Pflegestufe für den Patienten festgelegt wird. Abweichungen hiervon können mittels des Tagebuchs immer dokumentiert und als Argumentationshilfe verwendet werden. Wenn alle Pflegearbeiten genau in einer Liste erfasst sind, bietet das Pflegetagebuch eine gute Arbeits- und Entscheidungsgrundlage für den Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse, um die richtige Einstufung in die Pflegestufe vorzunehmen. So können Sie die erforderlichen Leistungen von der Kasse auch erhalten, die dem Patienten zustehen.

Wie sollte ein Pflegetagebuch geführt werden?

Ein Pflegetagebuch sollte über einen Zeitraum von mehreren Wochen geführt werden, um eine korrekte und objektive Einstufung der Pflege erhalten zu können. Für alle Tätigkeiten gibt es Normvorgaben, an denen sich der Gutachter im konkreten Falle orientieren wird. Ich kann nur empfehlen, alle Leistungen und Arbeiten im Minutentakt aufzuschreiben. Sollte der Gutachter bemängeln, dass zu viel Zeit für eine Tätigkeit benötigt wurde und deshalb eine Anerkennung der Dokumentation im Buch nicht erfolgen kann, so ist hierbei auf mehrere Prämissen abzustellen. Wurde die Leistung von einem Angehörigen erbracht, der nicht auf die Pflege trainiert und eingearbeitet ist, so ist es vollkommen eindeutig, dass mehr Zeit für die eine oder andere Arbeit aufgewendet werden musste. Dies würde ich dann auch dem Gutachter entgegensetzen. Im bestimmtem Rahmen sind hierbei Abweichungen von den Regelzeiten möglich und die Einstufung wird objektiv vorgenommen.


November 22, 2013

Pflegekräfte Aus Polen?

by JollyJumper
Categories: 24h Pflege
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Seit einiger Zeit dürfen Osteuropäer ohne große Beschränkung in Deutschland arbeiten. Davon profitiert zum Beispiel auch die Pflege- und Haushaltshilfenbranche, denn die Einstellung zum Beispiel eines Polen oder einer Polin ist nun kein großes Problem mehr. Das war noch vor Kurzem ganz anders, die Schwarzarbeit blühte. Warum aber brauchen wir überhaupt Pfleger aus dem Ausland? Haben wir keine eigenen Fachkräfte mehr? Und was ist der Hintergrund dieser Entwicklung?
Es ist schon eine ganz große Binsenweisheit: Unsere Gesellschaft steht vor großen Umbrüchen und es liegt, weil die Politiker mal wieder zu blauäugig oder zu ignorant agieren, bei jedem selbst, darauf zu reagieren. Immer mehr Menschen werden in Rente gehen und sie wollen ihren verdienten Lebensabend dann auch genießen. Doch was passiert, wenn man plötzlich nicht mehr so kann, wie man will? Wenn sich vielleicht die ersten Anzeichen einer Demenz ankündigen oder wenn einen der Alltag vor immer größere, schließlich kaum noch zu bewältigende Probleme stellt? Manchen Angehörigen ist das dann mehr oder minder egal, sie verfrachten ihre Eltern oft genug gleich ins Heim und damit in die Sterilität des anonymen Sterbens. Klar, Altersheime sind per se keine Hospize, sie dienen aber manchmal kaum mehr als der Aufbewahrung von als nutzlos empfundenen Menschen.
Kein Wunder also, wenn sich mancher nach einem Lebensabend im eigenen Haus sehnt. In anderen Ländern ist das auch heute noch der Fall und wer sich zum Beispiel in Asien nach Pflegeheimen erkundigt, wird nur ungläubige Blicke ernten. Pflegekräfte aus Osteuropa können da eine wunderbare Alternative zu den hier offerierten (und unbezahlbaren) Diensten sein, vorausgesetzt, man kennt alle rechtlichen Zusammenhänge und ist sich auch über die Kosten im Klaren.

Rechtslage

In früheren Zeiten boomte im Pflegebereich die Schwarzarbeit und sie tut es auch heute noch. Es gibt schließlich immer ein paar Geizkrägen, den Recht und Gesetz und Moral sowieso egal sind und die alles nur am schnöden Mammon ausrichten. Jedoch birgt Schwarzarbeit immer auch eine Reihe von Gefahren, die sich zum Beispiel im Krankheitsfall als unlösbar erweisen können. Seit 2011 nun besteht in der EU einschließlich der jüngeren Beitrittsländer Freizügigkeit, was sich auch und gerade auf den Pflegebereich auswirkt.
Nun ist es möglich, eine 24 Stunden Pflegekraft aus Polen zu engagieren, ohne sich dabei mit großartig komplizierten Hürden auseinandersetzen zu müssen.
Eines aber gleich vornweg: Es ist nicht möglich, eine polnische Pflegekraft zu polnischen Konditionen in Deutschland zu beschäftigen. Das meint die in erster Linie direkte medizinische Betreuung! Kein Pfleger, der nicht zumindest in einem deutschen, ambulant betreuenden Betrieb angestellt ist, darf eine Spritze setzen. Eingriffe und Untersuchungen bleiben ohnehin den Ärzten vorbehalten. Dieses Gesetz bleibt bestehen und so ist es lediglich möglich, eine selbst mit dem polnischen Magister für Pflege ausgestattete Fachkraft als bloße „Haushaltshilfe“ einzustellen. Ich verwende deshalb beide Begriffe, Pflegekraft und Haushaltshilfe, hier als synonym, sie bezeichnen im hier zu besprechenden Kontext das Gleiche.
Freilich wissen wir alle, dass die älteren Leutchen oft genug noch gar keine oder eher unbedeutende Wehwehchen haben, wenn sie ihre ignoranten Kinder ins Heim stecken wollen! Oft können sie einfach nicht mehr richtig laufen und damit Einkaufen, sie haben vielleicht Schwierigkeiten beim Waschen und beim Putzen ihrer Wohnung sowieso. Auch, und das ist nicht selten das Wichtigste, fühlen sich viele Leute im Alter sehr einsam, der Besuch des Pflegers ist da manchmal schon der Höhepunkt eines Tages.
Eine Pflegekraft aus Polen, die 24 Stunden mit im Haushalt des zu Betreuenden wohnt, die dazu deutsch spricht und trotzdem nicht unbezahlbar ist, ist also durchaus sinnvoll und es ist auch kein Wunder, dass der Markt dafür seit 2011 regelrecht zu boomen beginnt. Hier treffen ein respektables Angebot auf eine gewaltige Nachfrage – perfekte Marktwirtschaft also, die dazu ethisch und moralisch begrüßen ist.

Was machen die Polen und zu welchen Konditionen?

Zunächst gilt es festzuhalten, dass die Pflegekraft aus Polen keine Pflegerin im klassischen Sinne sein darf. Ironie des Ganzen: Oft bewerben sich in Polen vorzüglich ausgebildete Fachkräfte für eine eigentlich unter ihrer Qualifikation stehende Tätigkeit als Haushaltshilfe. Sie wissen um den höheren Verdienst, den die vermittelnde Agentur auszuzahlen verpflichtet ist und sie wissen zudem um den sicheren Arbeitsplatz. Gerade aber weil sie so gut ausgebildet sind, beherrschen sie im Notfall und auch auf Sicht alle wichtigen Handgriffe, um schnell helfen zu können und auch, um eine sich vielleicht kritisch entwickelnde Situation beurteilen zu können. Man bekommt also eine Fachkraft für das Gehalt einer 24 – Stunden – Haushaltshilfe! Selbst wenn sich der deutsche Staat und damit die Regierenden an dieser Stelle mal wieder als seltsam borniert erweisen und das Beharren auf der unterschiedlichen Bezeichnung ähnlich grotesk wirkt wie die einstige Umbenennung des Arbeitsamtes in Arbeitsagentur, die Menschen in Deutschland und die Hilfebedürftigen Alten ohnehin profitieren davon.
Der polnische Pfleger wird alles tun, was im Haushalt nötig ist und sich dabei intensiv um die Herausforderungen der zu Betreuenden kümmern. Gerade auch Demenzkranke, die oft nicht mehr ein noch aus wissen, profitieren, denn sie werden überwacht und können trotzdem in den eigenen vier Wänden bleiben. Die Pflegekräfte sind 24 Stunden ansprechbar und in der Nähe.
Dafür nötige Kosten liegen bei etwa 2000 Euro im Monat. Es gibt natürlich billigere wie auch teurere Anbieter und nicht jeder wird den gleichen Service offerien. Man muss also genauer hinsehen und am besten vergleichen.

Da werden Noten vergeben und der Herstellung eines Kontaktes ist sehr einfach und schnell. Noch vor ein paar Jahren war das ganze Prozedere aufgrund der fehlenden rechtlichen Vorschriften ein ziemlich nervenaufreibender Prozess und am Ende stand meistens doch nur die Schwarzarbeit als Ergebnis! Hin und wieder wird auch in Zeitungen offeriert.
Gefällt ein Angebot, gilt es Kontakt mit der Agentur aufzunehmen. Diese ist in der Regel geprüft und verfügt über Erfahrung und ein Team aus motivierten Pflegern und Pflegerinnen. Oft schneiden die Agentur ein Angebot direkt zurecht und passen es an die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Angehörigen an, das ist allemal sympathischer als ein möglicher Discount-Anbieter von der Stange!
Zudem sollte man bei einer sich bewerbenden, freiberuflich – selbständigen Pflegekraft ein wenig Vorsicht walten lassen. Diese ist oft nicht richtig versichert oder gaukelt vielleicht sogar nur etwas vor! Wer eine selbstständige Pflegerin einstellen möchte und keine Agentur wünscht, der sollte immer auch auf den Ausweis der entsprechenden Dokumente achten.

Pflegekräfte aus Polen halte ich für eine feine Sache und mit Sicherheit für ein immer größer werdendes Erfolgsmodell. Und auch wenn sich so mancher Politiker und Superbeamte in meinem Haus hier für diese Richtlinien auf die Schulter klopfen möchte – letztlich geht es doch immer um die Menschen und um ihre Bedürfnisse, auf welche die Politik nur zu reagieren hat.

 



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October 1, 2016