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Category: Berlin

February 5, 2017

Sein geliebtes Heim verkaufen fällt nicht leicht

by JollyJumper
Categories: Berlin, Immobilie, Wohnen
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Eine Immobilie zu verkaufen, ist nie einfach. Das habe ich bei meiner Familie erlebt. Aber gerade im Alter stehen viele Menschen auf einmal vor dieser Herausforderung. Die Gründe dafür, das eigene Haus oder die Eigentumswohnung verkaufen zu wollen oder leider in vielen Fällen auch zu müssen, können vielfältig sein. Dort, wo man früher mit der ganzen Familie gewohnt hat, lebt man jetzt vielleicht ganz allein oder nur noch mit dem Partner. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus und die Wohnfläche wird einfach zu groß. Man schafft es nicht mehr so wie früher, alles sauber und ordentlich zu halten. Der Gesundheitszustand oder das höher werdende Alter lassen es einfach nicht mehr zu. Ein anderer Grund kann aber auch sein, dass man sich in so einem großen Haus einfach verloren fühlt, es fehlt das Leben in den eigenen vier Wänden.

Viele Menschen empfinden im Alter so und fühlen sich in kleineren Räumlichkeiten einfach wohler. Auch ist es oft so, dass der Umbau der Räumlichkeiten im Alter einfach zu kostspielig ist. Viele Menschen benötigen irgendwann Räumlichkeiten, die altersgerecht ausgestattet sind und schaffen es nicht ein komplettes Haus so umzufunktionieren, wie es notwendig wäre. Da Häuser meist über mehrere Etagen verfügen, haben sie irgendwann nicht mehr die Kraft die Treppen ständig rauf und runter zu kommen. Aus all diesen Gründen ist der Verkauf der eigenen Immobilie im Alter eine sinnvolle, wenn auch schwierige Herausforderung.

Die richtige Strategie für den Immobilienverkauf im Alter

Die richtige Strategie für den Immobilienverkauf im Alter, fächert man am sinnvollsten in fünf einzelne Punkte. Punkt Nummer Eins sollte der angemessene Preis für das Objekt sein. Auch wenn es natürlich nie leicht ist, sein Eigentum, in dem man vielleicht sogar Jahrzehnte drin gelebt hat, zu verkaufen, stellt sich nach der Entscheidung für einen Verkauf die Frage, für wie viel möchte ich verkaufen. Eine Preisermittlung ist an dieser Stelle sehr sinnvoll. Am besten lässt man sich in der Situation von einem Gutachter helfen, um einen angemessenen Preis zu ermitteln.
Viele machen leider immer wieder den Fehler und bieten ihr Objekt zu einem zu hohen Preis zum Verkauf an. Das schreckt potenzielle Käufer sehr schnell ab und ein Verkauf kommt so nicht zustande. An zweiter Stelle sollte die Überlegung für den richtigen Zeitpunkt des Verkaufes stehen. Dabei gilt es rechtzeitig zu beginnen und nicht erst dann, wenn schon eine eigene Alternative gefunden ist. Denn dann ist es meist so, dass man mit dem Verkauf der eigenen Immobilie schnell unter Zeitdruck gerät. Wichtig ist auch, dass sich der Zeitrahmen von Beginn des Verkaufes bis hin zum tatsächlichen Geldeingang über mehrere Monate erstrecken kann.

Was benötigt man für den Verkauf sonst noch?

Bevor der Verkauf starten kann, benötigt man folgende wichtigen Unterlagen:

  • Grundbuch des Objektes
  • Auflistung aller Bau-/ Altlasten
  • Energieausweis

Hat man alles zusammen, kann man mit der Suche nach einem Käufer beginnen. Wichtig ist es aber, im Vorfeld alle Mängel zu beseitigen, damit die Besichtigungen optimal verlaufen können. Ein letzter, wichtiger Punkt ist die richtige Vermarktung des Objektes. Tageszeitung, Internet und Makler können dabei recht hilfreich sein.


January 27, 2017

Förderung von bezahlbarem Wohnraum in Berlin

by JollyJumper
Categories: Berlin, Wohnen
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Wenn wir in der heutigen Zeit mal ganz ehrlich sind, gibt es immer weniger bezahlbaren Wohnraum, besonders für den etwas kleineren Geldbeutel. Als ich mir in Berlin die aktuellen Zahlen mal etwas genauer angeschaut habe, so stellte ich schnell fest, dass die Zahl der Sozialwohnungen immer geringer wird. Der Stadtentwicklungssenator der Stadt möchte sehr gerne die Zahl der neugebauten Sozialwohnungen in unserer Stadt verdoppeln. Das würde bedeuten, dass es dann statt 2500 neuen Sozialwohnungen, an die 5000 neue Wohnungen mit sozialen Mieten in ganz Berlin geben würde. Nur wie bei vielen Projekten, die neu ins Leben gerufen werden, gibt es leider auch bei dem Projekt eine kleine Schwierigkeit. Die dazu benötigte Förderung greift zurzeit noch nicht. Die Stadt Berlin unterstreicht aber ganz deutlich, dass sie bis 2018 die geforderte Anzahl an Sozialwohnungen benötige.

Berlin wächst und wächst und wächst

Die Statistiken der Stadt zeigen, dass es nur noch ca. 135000 Sozialwohnungen in Berlin gibt. Wenn man bedenkt, dass es insgesamt aber 1,9 Millionen Wohnungen in der Stadt gibt, die zur Miete zur Verfügung stehen, ist das ein sehr geringes Ausmaß an bezahlbaren Wohnraum. Auch wenn der Senator der Stadt stolz darauf ist, dass Menschen aller Einkommensgruppen in der Stadt ein zu Hause finden können, so möchte er trotzdem mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen. Sozialwohnungen sollen auch nicht nur am Stadtrand entstehen, sondern in der gesamten Stadt verteilt werden. Es soll nicht zwischen den verschiedenen Sozialschichten unterschieden werden. Menschen sollte man nicht nach ihrem Einkommen beurteilen und deshalb soll der soziale Wohnraum verstärkt entstehen.

Was ist der Hintergrund der Förderung?

Ein wichtiger Grund für die benötigte Förderung, ist das stetige Wachstum der Stadt. Aber auch die immer höher werdenden Mieten sind nicht aus den Augen zu lassen. Da die Stadt aber auch in Zukunft Wohnraum für das kleinere Portmonee zur Verfügung stellen möchte und Menschen aus den unterschiedlichen sozialen Schichten in den verschiedenen Bezirken der Stadt zusammenwohnen möchten, benötigt sie die staatliche Unterstützung, um neuen sozialen Wohnraum bauen zu können. Vergleicht man die Einwohnerzahlen von 2011 bis heute miteinander, fällt direkt auf, dass die Einwohnerzahl in den letzten fünf Jahren um ganze 220000 Einwohner gestiegen ist.

Bundesweite Unterstützung und etwas Geduld und Hoffnung

Unterstützung von der Stadt Erfurt haben wir schon bekommen, bald stößt auch noch Bochum zu uns hinzu, um das geplante Projekt umsetzen zu können. Denn leider ist das Ganze ein Jahr vor der anstehenden Bundestagswahl noch sehr umstritten. Was aus aktueller Sicht sehr zu bedauern ist. Denn sehen wir es realistisch, dann müssen wir dringend neuen Wohnraum schaffen. Der Gedanke dahinter ist, dass die Stadt Berlin in den kommenden 10 Jahren an die 4 Millionen Marke kommen möchte. Ein weiteres Problem ist die Ungleichheit. Sozialwohnungen seien trotz des steigenden Bedarfs noch zu teuer. Das führt immer wieder zu Streitigkeiten. Die Ankündigung die sozialen Wohnungen bis 2018 zu verdoppeln, kam vom Senator der Stadt meiner Ansicht nach wohl etwas zu spät. Aber egal wie viel neuer Wohnraum in den nächsten Jahren entsteht, er sollte bezahlbar für alle sein. Ein Dach über dem Kopf sollte jeder bekommen, egal wie viel er verdient.


December 10, 2016

Stadtgeschichte und Architektur Falkensees

by JollyJumper
Categories: Berlin
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Die Stadt Falkensee liegt am nordwestlichen Rand der deutschen Landeshauptstadt Berlin in der Zehdenick-Spandauer Havelniederung. Falkensee befindet sich im Osten des Landkreises Havelland im Bundesland Brandenburg mit einer Gesamtfläche von 43.27 km² und 43.000 Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte beträgt 985 Einwohner je km². Aufgrund zahlreicher, kleinerer Gewässer und der stark bewaldeten Fläche des Spandauer Forsts ist die Bevölkerungsdichte in Relation zu der von Berlin eher gering.

In Falkensee leben heute noch meine Großeltern und vor vielen Jahren auch mal mein Vater. Daher hier im Sinen der Famieliengeschichte ein kleiner Überblick zu der Stadt vor Berlin, die so rasant wächst und sich verändert. Fast so schnell wie Berlin selbst.

Falkensee besteht heute aus den beiden ehemals selbstständigen Dörfern Falkenhagen und Seegefeld, an die sich später die Ortsteile Finkenkrug, Falkenhöh, Falkenhain und Waldheim anschlossen. Die Stadt erhielt erst 1961 das Stadtrecht und grenzt an die brandenburgischen Orte Schönwalde im Norden, an Brieselang im Westen, an Dallgow-Döberitz im Süden. Im Osten grenzt Falkensee an den Ort Falkenhagener Feld und Staaken, beides Ortsteile von Berlin-Spandau. Der Falkenhagener See, das größte Gewässer des Ortes, befindet sich im nördlichen Stadtgebiet.

Stadtgeschichte Falkensees

Ursprünglich ist Falkensee 1923 aus zwei Ortschaften – dem Rittergut Seegefeld und dem Bauerndorf Falkenhagen – entstanden, wobei der Name der neuen Gemeinde Falkensee aus den beiden alten Ortsnamen zusammengesetzt wurde. In diesem Jahr genehmigte das Preußische Staatsministerium die Zusammenlegung beider Gemeinden aufgrund einer gesteigerten Bautätigkeit und einer stetig wachsenden Einwohnerzahl: Es entstand Falkensee, umgangssprachlich als „das größte Dorf Deutschlands“ bezeichnet, so habe ich es zumindest in der Zeitung gelesen.

Der historische Ortskern Seegefeld wurde bereits im Jahre 1265 erstmals urkundlich erwähnt. In Seegefeld lag seit 1572 das Rittergut von Georg von Ribbeck, dessen Besitz im Jahre 1898 von der Deutschen Ansiedlungsbank aufgekauft und an Neusiedler vergeben wurde und somit die Grundlage für die noch heute anhaltende Bautätigkeit bildete.

Falkenhagen, der andere historische Ortskern, wurde erstmals 1336 urkundlich erwähnt. In erster Linie prägen Großbrände die frühe Geschichte Falkenhagens. Aus diesem Grund liegt die Stadtgeschichte fast völlig im Dunkeln: Im April 1676 brannte die gesamte Gemeinde ab. Wiederum 1806 brannte der nördliche Teil Falkenhagens fast komplett nieder. 1822 verschonte ein weiterer Großbrand nur die Kirche des Ortes und vier Wohnhäuser.

Die massive Besiedlungstätigkeit in beiden Orten setzte 1898 ein, als die Deutsche Ansiedlungsbank in Berlin den zum Seegefelder Rittergut gehörenden Grundbesitz aufteilte und als Siedelland anbot und erreichte ihren Höhepunkt vorerst in den 1920/30er Jahren.

Die Ortsteile Neu-Finkenkrug, Waldheim Neu-Seegefeld entstanden, es folgten die Ortsteile Falkenhain und Falkenhagener Feld. Seit den 1990er Jahren kam es zu einem erneuten Bauboom in Falkensee. Dieser veränderte das Stadtbild in Form von Reihen-, Mietshäusern und Stadtvillen enorm. Besonders anziehend wirkt auf viele Neu-Falkenseer die Möglichkeit, ihr neues Eigenheim auf bisher unbebaute Grundstücke in bereits bestehenden Wohnstraßen zu errichten.

Die Architektur Falkensee

Das architektonische Bild des historischen Falkensees wird geprägt durch bewaldete Villengrundstücke und die historische, dörfliche Bebauung. Im Ortsteil Falkenhagen befinden sich zahlreiche, mit Villen bebaute Wohngrundstücke und seit 1995 auch die Madagassische Botschaft. Ein wichtiges Indiz für die immer noch andauernde Bautätigkeit ist die hohe Dichte von Architekturbüros im Stadtbild Falkensees.

Wichtige historische Bauwerke Falkensees sind die im 14. Jahrhundert und 1680 erneuerte Dorfkirche Falkenhagen, die im 13./14. Jahrhundert erbaute und 1781 erweiterte Dorfkirche Seegefeld und das historische Rathaus Falkensees.

Besonders erwähnenswert ist zudem das Falkenseer Heimatmuseum. Es handelt sich um ein ehemaliges Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert. Das denkmalgeschützte Gebäude ist ein 2-stöckiges Fachwerkhaus, das als Wohnhaus bis etwa 1850 in der Berlin-Spandauer Altstadt stand und vom damaligen Besitzer dort abgebaut und in Falkensee wiederaufgebaut wurde.

Ein weiteres historisch bedeutendes Bauwerk Falkensees, über welches ich mich bei meinem letzten Spaziergang wieder mal sehr gefreut habe, stellt das „Landhaus Waltraud“ dar, das heute als „Hexenhaus“ bekannt ist. Es handelt sich um ein ehemaliges Landhaus, welches 1904 durch den Architekten Ludwig Voigt liebevoll und detailreich im Jugendstil erbaut wurde. Das Besondere sind die verwendeten Eichenstämme mit Rinde, die In den Folgejahren musste das historisch wichtige Gebäude massive Verluste an Bausubstanz hinnehmen.

Bemühungen Falkenseer Bürgerinitiativen zur Erhaltung und Restauration des Gebäudes zum einen, als auch eine Nutzung als Filmkulisse im Film „Männerpension“ mit Til Schweiger und Heike Makatsch steigerten zwar den Bekanntheitsgrad, konnten mangels finanzieller Mittel den Verfall des Gebäudes zunächst nicht aufhalten.

Seit nunmehr fast 8 Jahren befindet sich hier, nach umfangreicher Sanierung des lange Zeit leerstehenden Gebäudes, Edmond’s Hexenhaus – ein zauberhaftes, gemütliches Restaurant mit bester französischer Küche. Hier verweile ich bei fast jedem Besuch gerne für einen Kaffee und Stück Kuchen.



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July 26, 2017