February 28, 2017

Generationsübergreifende Wohnprojekte – Alternativen für Jung und Alt

by JollyJumper
Categories: Pflege, Wohnen
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In der heutigen Zeit wird einem schnell klar, dass sich in den letzten Jahren einiges geändert hat. Es gibt in meiner Umgebung immer weniger Drei-Generationen-Haushalte und auch die traditionellen Familienstrukturen von früher lösen sich immer weiter auf. Dabei bevorzugen gerade ältere Menschen es, wie erst kürzlich las, in der Nähe von jüngeren Familien zu wohnen. Dabei ist es unwichtig, ob es die eigenen Kinder oder Enkelkinder sind, es ist nur wichtig, dass die Menschen durch die Nähe noch mehr das Gefühl bekommen, am Leben teil zu haben.

Das Zusammenleben mehrerer Generationen kann auf unterschiedliche Weise auch Vorteile für alle haben. Blickt man zurück, stelle ich fest, dass in den letzten Jahren viele neue Wohnformen entstanden sind, die aber in keiner Weise denen von früher ähneln. Diese sollen Menschen aus unterschiedlichen Generationen wieder zusammenführen und ein neues Wohngefühl vermitteln. Es handelt sich dabei um Wohngruppen, gemeinschaftliche Wohnprojekte, bis hin zu Wohn- und ganzen Hausgemeinschaften, die ein flexibles Zusammenleben ermöglichen sollen.

Wohnen in einer Mieterstadt wie Berlin

Meine Heimatstadt Berlin ist und bleibt eine Mieterstadt, über 80 Prozent der dort gebauten Häuser und Wohnungen stehen zur Vermietung bereit. Aus diesem Grund zählt Berlin mit zu den Städten, die eine hohe Vielfalt an Wohnprojekten anbietet. Der Grundgedanke dahinter ist nicht nur das Wohnen zu bezahlbaren Mietpreisen, sondern auch das soziale Miteinander in der Stadt. Durch das Zusammenleben werden Wohnungen wieder bezahlbar und es stärkt das menschliche Wohlbefinden obendrauf. Dies gilt gerade für die ältere Generation unter uns, die es bevorzugt mit der jüngeren Generation zusammenzuleben.

Der Grund dafür ist nicht nur die Bezahlbarkeit der Mieten, sondern auch das Reduzieren des Einsamkeitsgefühls für Alleinstehende. Diese Wohnprojekte sollen als eine Art Anker für soziale Nachbarschaften dienen. Es soll sich wieder mehr untereinander geholfen werden und somit das Gemeinschaftsgefühl zurückgewonnen werden. Gerade in Berlin ist das ein sehr wichtiger Punkt, um den Menschen zu helfen und ihnen entgegen zu kommen. Das daraus entstandene Motto lautet: „Gemeinsam, statt einsam“. Aber nicht nur die Mieter profitieren von diesen Projekten, sondern auch die unterschiedlichen Wohnungsgesellschaften. Diese fördern in Berlin solche Wohnprojekte sehr gerne.

Wohnprojekte für ein soziales Miteinander

Derartige Wohnprojekte ins Leben zu rufen, braucht Zeit. Angefangen mit der Idee, Menschen wieder mehr zueinander zu führen und das Gemeinschaftsgefühl auf diese Weise wieder zu stärken, bis zur endgültigen Verwirklichung der einzelnen Projekte geht einiges an Zeit verloren. Der Grundgedanke ist aber bei all diesen Projekten der Gleiche – es soll wieder mehr soziales Miteinander geben. Ältere Menschen sollen nicht nur unter sich leben, sondern durch das Zusammenkommen von Alt und Jung wieder mehr vom Leben haben.

Gerade ältere Menschen vereinsamen sehr schnell, ist der Partner/die Partnerin zum Bespiel gestorben, so verfallen alte Menschen sehr schnell in die Einsamkeit. Auch Altersheime sind in diesen Fällen nicht das Richtige. Die jüngere Generation kann solchen Menschen helfen wieder mehr zu leben und dieses zu genießen. Gemeinsame Unternehmungen und das Zusammenleben unter einem Dach sollen der Anker für ein neues soziales Miteinander sein. Deshalb ist es der Stadt Berlin wichtig, jene Projekte weiterhin zu unterstützen und diese zu fördern.


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